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24/10/2020
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Uri  AVNERY אורי אבנרי


http://zope.gush-shalom.org/home/he/channels/avnery/


Ein zionistischer Dissident

Uri Avnery, der am 10. September 2007 84 Jahre alt wurde, ist eine historische Figur der israelischen Szene. Er wurde als Helmut Ostermann in Westfalen geboren als Sohn eines Bankers und militanten Zionisten und wandert mit seiner Familie 1933 nach Palästina aus. Mit 14 Jahren schliesst er sich der geheimen Gruppe Irgoun Tzwai Leumi an, die er 3 Jahre später wieder verlässt, da er mit der antiarabischen und reaktionären Linie der Gruppe nicht einverstanden ist. Er ändert seinen Namen mit 18 Jahren. 1946 gründet er die Gruppe "Junges Palästina", die auch unter dem Namen ihrer Zeitschrift Bama'avak (Kampf) bekannt ist, die wegen ihrer Position für Unruhe sorgt: die jüdische Gemeinschaft Palästinas als natürlicher Verbündeter der Araber. Im September 1947 veröffentlicht er sein erstes Buch: "Krieg oder Frieden in der semitischen Region", in dem er sich für eine Annäherung der nationalen jüdischen und palästinensischen Bewegungen ausspricht, um das Land zu befreien und eine "semitische Gemeinde" und einen gemeinsamen Markt zu schaffen, im Rahmen der aufstrebenden Dritte Welt Länder. Als der Krieg ausbricht, schliesst er sich der Armee an und kämpft in Jerusalem und an der ägyptischen Grenze. Als Schwadronschef wird er verletzt und schliesslich 1949 demobilisiert.
Seine Kriegsberichte, veröffentlicht von der Tageszeitung Ha'aretz, erscheinen in Buchform mit dem Titel "In den Feldern der Philister, 1948" und werden zum Bestseller. Das darauffolgende Buch "Die Kehrseite der Medaille", das die dunklen Aspekte des Krieges, vor allem die Deportierung der Palästinenser, beschreibt, wird boykottiert. 1949 beginnt er als Leitartikler beim Ha'aretz und verlässt die Zeitung bereits ein Jahr später wieder, um gegen die Zensur seiner Meinung zu protestieren, vor allem die Zensur seiner Kritik an der Enteignung palästinensischen Landes durch die Regierung Ben Gurion.
Im April 1950 übernimmt er die Leitung eines totgesagten Familienmagazins und verwandelt es in eine einmalige Einrichtung. Haolam Hazeh hat durch seinen ätzenden und anklagenden Stil, der ihm sowohl Bewunderung als auch Hass entgegenbrachte, einen Stil geschaffen, den die israelische Presse 40 Jahre lang nachzuahmen versucht hat. Seit Anfang der 50er Jahre war er ein Anhänger der Idee zur Schaffung eines palästinensischen Staates und übernimmt die Verteidigung der Palästinenser Israels, der orientalischen Juden und der Frauen.
Für den Klan Ben Gurion werden Avnery und seine Zeitung rasch zum Staatsfeind Nummer 1. Mehrere Attentate wurden gegen ihn seine Zeitung und die Druckerei verübt. Für seine Kritik am schrecklichen Massaker von Qibya im Jahre 1953, wurde er Opfer eines Hinterhaltes und man brach ihm beide Hände. 1975 wurde er Opfer eines versuchten Mordanschlags und der Täter wurde für verrückt erklärt. Uri selbst kam mit mehreren Stichverletzungen davon. Die Büros und Archive der Zeitung wurden während eines Brands im Jahre 1972 völlig zerstört.
1965 veranlasste die Schaffung eines Gesetzes, das speziell auf dieses "gewisse Magazin", wie Ben Gurion es ausdrückte, abzielte, Avnery zur Gründung einer politischen Partei, die denselben Namen trug wie die Zeitung. Diese Bewegung der neuen Kraft stellte sich den Wahlen und Avnery hielt Einzug in die Knesset. 1969 erhielt die Partei zwei Sitze. Im Laufe der acht Jahre, hält der Parlamentarier Avnery mehr als 1000 Ansprachen und ergriff gewisse Initiativen. Seine heftige Kritik am zionistischen System brachten ihm diesen Ausruf von Golda Meir ein: "Ich bin dazu bereit, auf die Barrikaden zu gehen, um Avnery aus der Knesset hinauszuwerfen!" 1969 veröffentlicht er ein Buch über seine Tätigkeit in der Knesset: "Einer gegen 119".
Am 5. Tag des Sechs-Tage-Krieges, adressiert er einen Brief an Premierminister Levi Eshkol und verlangt von ihm den Palästinensern die Möglichkeit zu bieten, einen Staat auf den Territorien zu gründen, die die Zionisten gerade besetzen. Lange war er der einzige Anhänger dieser Idee, die er seit 1948 vertritt und für die er 1957 einen detaillierten Plan veröffentlicht hat.
Sein Zwei-Staaten Vorschlag wurde in einem 1971 von der PLO in Beirut veröffentlichten Buch von Camille Mansour angegriffen (erschienen auf französisch und arabisch mit dem Titel "Uri Avnery et le néo-sionisme"). Doch 1974, als die PLO ihre Position verändert, knüpft Avnery geheime Verbindungen mit den Verantwortlichen und hält auch treu den Premierminister Itzhak Rabin auf dem Laufenden. Auf palästinensischer Seite werden die Kontakte durch Saïd Hamami aufrechterhalten, dem Verantwortlichen der PLO in London, der 1978 einem Attentat zum Opfer fällt.
Im Dezember 1975 entsteht der israelische Rat für den israelisch-palästinensischen Frieden, der von Avnery gefördert wird. Er erzählt die Geschichte des Dialogs mit seinem neuen Gesprächspartner Issam Sartaoui in seinem Buch "Mein Freund, der Feind".

Ces contacts acquirent une nouvelle dimension lorsqu’Avnery, en juillet 1982, alla rencontrer publiquement Arafat dans Beyrouth assiégée par l’armée sioniste. Depuis, il a rencontré Arafat à plusieurs reprises.
En 1977, le groupe d’Avnery et d’autres groupes fusionnèrent pour créer le parti Shelli, qui obtint deux sièges à la Knesset. Avnery revint à la Knesset en 1979 mais démissionna en 1981 pour laisser la place à un collègue palestinien. Après la scission du parti, il crée la Liste progressiste judéo-arabe pour la paix, qui emporte deux sièges en 1984. En 1988, il quitte la politique partisane pour s’occuper de son magazine déclinant qui va bientôt cesser de paraître.
En 1992, Avnery appelle à voter pour Rabin et apporte son soutien aux Accords d’Oslo. Déçu par l’attitude du gouvernement, il participe à une action de protestation, fin 1992, contre l’expulsion de 415 Palestiniens: une tente est dressée pendant 45 jours face aux bureaux du Premier ministre. Cette expérience conduit à la création en 1993 de Gush Shalom, le Bloc de la Paix, qui exige la création d’un État palestinien sur les territoires occupés en 1967, la libération de tous les prisonniers palestiniens, le démantèlement des colonies et la reconnaissance de Jérusalem comme capitale des deux États. En mai 1995, dans les premiers jours de son retour à Gaza, Arafat a embrassé en public Avnery, l’a assis à ses côtés à la tribune et l’a appelé “mon ami”.
Arrivé à un âge respectable, Uri Avnery est une sorte d’icône vivante représentant les « bons » Israéliens. Il y a quelques années, il avait poursuivi pour diffamation un journaliste israélien qui avait écrit qu’il était « antisioniste ». Le tribunal a donné raison à Uri Avnery et a attesté qu’il était bien un sioniste. Donc un partisan indécrottable d’un « État juif ». et c’est là la principale motivation de son refus acharné d’envisager la solution d’un seul État pour tous les habitants de Palestine, fondé sur le principe « un homme, une voix ».

On peut trouver les chroniques hebdomadaires d’Uri Avnery

en anglais sur http://zope.gush-shalom.org/home/he/channels/avnery/

en français sur  http://www.france-palestine.org/mot9.html.

en allemand sur http://www.uri-avnery.de/

en espagnol sur http://www.tlaxcala.es/reponse_pp.asp?lg=es&p_mots=Uri+Avnery


 
 
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