Shulamit Aloni, Anwältin, Dozentin, Schriftstellerin und Journalistin, wurde 1928 mit dem Namen Shulamit Adler in Palästina geboren. In ihrer Jugend war sie Mitglied bei der sozialistisch-zionistischen Jugendbewegung Hashomer Hatzair und bei der Hagana.
Während des Krieges 1948 kämpfte sie in der Palmach, der „Eliteeinheit“ der Hagana. Sie wurde von der jordanischen Armee während der Kampfes um die Kontrolle der Altstadt von Jerusalem gefangen genommen.
Sie war zwischen 1965 und 1996 sieben Mal Mitglied der Knesset, des israelischen Parlamentes; sie vertrat die Bewegung für zivile Rechte, Ratz, die 1973 gegründet wurde. 1991 brachte sie die Ratz in eine Koalition mit Shinui und Mapam und gründete so die neue Partei Meretz, die unter ihrer Führung bei den Wahlen 1992 12 Sitze gewann.
Aloni wurde unter Yitzhak Rabin Ministerin für Bildung und Erziehung, wurde aber nach einem Jahr wegen ihrer Ansichten über die Trennung von Religion und Staat gezwungen, zurückzutreten, auch wegen des Eintritts der religiösen Partei Mafdal in die Regierungskoalition. Sie wurde noch einmal zum Minister für Kommunikation, Wissenschaft und Kultur ernannt und übte dieses Amt bis 1996 aus, als sie sich aus der Parteipolitik zurückzog.
Sie ist Autorin verschiedener Bücher, u.a. ihre politische Autobiographie I Can Do No Other („Ich kann nicht anders“).