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26/08/2016
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Blankfort vs. Plitnick , die Diskussion die nie stattfand

Irak, Palästina und die israelische Lobby (zweiter Teil)


AUTOR:  Jeffrey Blankfort

Übersetzt von  Frigga Karl


                      Die Diskussion die nie stattfand:

   Blankfort vs.  Plitnick über die israelische Lobby

 

 

Frühzeitig in diesem Jahr, nach der Veröffentlichung meines kritischen Artikels über Noam Chomsky in ‚Left Curve’, wurde ich von Khalil Bendib, einem Mitveranstalter von ‚Voices of the Middle East and North Africa’ vom Berkeley KPFA Radiosender, gefragt, ob ich Interesse an einer Diskussion mit Mitchell Plitnick von der Berkeley heimischen  ‚Jüdischen Stimme für Frieden’ über die Frage der israelischen Lobby, hätte. Ich sagte, dass ich mich darüber freuen würde, versicherte ihm aber, dass Plitnick niemals einverstanden sein wird. Selbst als er scheinbar zuerst mit seiner Antwort zustimmte, war ich trotzdem überzeugt, dass er es nicht tun würde und sagte dies auch Khalil, und ich hatte recht. Khalil konnte dann auch dafür die Zustimmung von Stephen Zunes bekommen und die Diskussion wurde am 25. Mai aufgenommen und von KPFA in zwei  Teilen an den zwei folgenden Mittwoch-Abenden gesendet ².

 

War es ein Zufall, dass eine Nacht vor der Aufnahme, Plitnick über dieses Thema eine Diskussion in Berkeley führte? Und war es ein anderer Zufall, dass diese Diskussion  erschien und im Internet kurz danach zirkulierte? Die Antwort darüber überlasse ich den Lesern.

 

 

Nachstehend habe ich Plitnicks Kommentar abgedruckt, gefolgt von meinen Bemerkungen in kühner Darstellung, Abschnitt für Abschnitt. Ich bin sicher, dass Sie beim Lesen  verstehen werden warum er sich vor der Diskussion nicht fürchtete und war entschlossen zu kontrollieren, was gesagt und was gedruckt wurde.

 

 

                                                                                          Jeffrey Blankfort

 

 

 

 

  1. http://www.leftcurve.org/LC29WebPages/Chomsky.html
  2. http://www.radio4all.net/proginfo.php?id=12876  

 

 

 

 

 

Kommentar:

Mythos und Realität: Jüdischer Einfluss in der US Nahost Politik

 

 

Von Mitchell Plitnick, Direktor für Politik und Erziehung, Jewish Voice for Peace (kommentiert von Jeff Blankfort ohne Genehmigung des Verfassers):

 

Plitnick: Indem wir für eine gerechte Lösung für den israelisch/palästinensischen Konflikt arbeiten, kollidieren wir ständig mit der Tatsache, dass die mächtige Gemeinschaft ein Staat von der geschichtlich am meisten unterdrückten Gruppe ist. Man wird frustriert wenn man immer den Antisemitismus verkünden muss, während der Arbeit für eine gerechte Lösung zur traurigen Situation der Palästinenser. Aber wir nehmen uns selbst auf den Arm, wenn wir für einen Moment glauben, dass der Antisemitismus nicht ein wesentlicher Teil des Problems ist.

 

Blankfort: Das scheint die Rolle der ‚Jewish Voice for Peace’ zu sein, die sie sich selbst zugeteilt hat, um sicher zu gehen, dass die Frage des Antisemitismus niemals weit weg vom Gedächtnis derer ist, die für den gerechten Frieden für die Palästinenser kämpfen und womit Aktivisten gehemmt werden können, um jüdische Organisationen und Institutionen wie AIPAC, ADL, The American Jewish Committee, der Jewish National Found, und die Jewish Community Relations Councils, die die israelische Politik unterstützen,  auf nationalen Boden anzugreifen.

 

Es ist bezeichnend, dass die einzige Veröffentlichung die von JVP bis heute herausgegeben wurde den Titel „ Antisemitismus neu fassen“  trug, die die Parameter setzt, die sie, bei Kritik an Israel, für akzeptierbar beurteilt; z.B. nur eine bestimmte Politik kann kritisiert werden und nicht die Existenz Israels als jüdischer Staat und keine Verbindung kann mit den, zum derzeitigen Krieg im Irak zusammenhängenden Aktionen der israelischen Lobby oder mit den  Interessen von Israel,  hergestellt werden. Das Vorherige in Betracht ziehend, will JVP  andeuten, dass der Antizionismus dem Antisemitismus gleichkommt, und das ist identisch mit der Einstellung der Anti-Defamation League und dem organisierten jüdischen Establishment.

 

 

Es ist die Geschichte, die  Angst und  Ärger erzeugt, die die israelischen politischen Richtlinien führt. Und wenn wir den Fehler machen, die legitime Angst die die Geschichte dem jüdischen Volk eingeflösst hat, zu erkennen, dann verfehlen wir  bevor wir beginnen.

 

Scheinbar müssen wir das Problem des Siedlerkolonialismus vergessen und die ethnische Säuberung der arabischen Palästinenser, die sich vor dem Holocaust zutrugen, die Häuserzerstörungen vergessen, vergessen auch die Foltern an den Gefangenen, Verwaltungsgefangenschaft und die Kollektivstrafen. Das wurde alles ohne Angst und dergleichen getan. Es scheint, dass wir mit Israels Verbrechen Nachsicht haben müssen. Für jene, die nicht direkt mit der Unterdrückung Erfahrung gemacht haben, ist die zionistische Propagandamaschine da, dass alle Juden sich selbst und die anderen als „Opfer“ betrachten müssen, was ihnen die Möglichkeit gibt, nicht nur die Butter zu essen sondern auch das Buttergeld zu verlangen.

 

Wenn man sich mit der Frage der US Unterstützung für Israels Besatzung beschäftigt, ist diese Gewissheit besonders kritisch. Einer der klassischen antisemitischen Mythen ist jener wo Juden Regierungen manipulieren und andere Machtplätze hinter der Szene einnehmen. Das drückt ziemlich genau die Arbeit einer Lobby aus, und da gibt es eine mächtige, mit einem jüdischen Gesicht, beschäftigt mit dem Vorantreiben einer bestimmten Politik für Israel. Wir müssen diese Lobby verstehen, was ihre Wirkung und ihre Natur ist. Das heißt, sich direkt und fair zu fragen ob das eine „jüdische Lobby„ ist und hat diese Lobby tatsächlich die Macht des Schwanzes, der den Hund der amerikanischen Nahostpolitik wedeln lässt?

 

Wer ist die Lobby?

 

Es ist wirklich notwendig Klarheit darüber zu haben  wer die Lobby ist. Manchmal heißt sie „die jüdische Lobby“ was falsch und irreführend ist, und schürt genau diese Art von Verschwörungstheorie der wir entgehen müssen. Das bedeutet dass eine Bevölkerungszahl von 5,2 Millionen Amerikanern ein so entscheidendes Gebiet wie die Auslandspolitik einer Nation von 296 Millionen diktiert.

 

 

Der Ausdruck „ die Jüdische Lobby“ ist das worauf sie sich bezieht und das ist nicht sehr vorteilhaft in der israelischen hebräischen Presse; vielleicht sollte Plitnick dort diese Frage stellen. Hier versteht man generell darunter die Israelische Lobby oder die pro-israelische Lobby; Plitnick erzeugt also einen Strohmann. Trotzdem passiert es, dass Leute in den USA, aus Angst als „Antisemit“ verschrien zu werden, sich nicht mit denen in Israel vergleichen. Während  ein breiter pro-israelischer Wahlkreis unter gewissen evangelischen  Christen gewachsen ist, lobbyiert diese nicht die Politiker in Washington wie es AIPAC tut oder nationale jüdische Organisationen.

 

Über die Fähigkeit der Lobby Politik zu beeinflussen in einer Diskussion über dasselbe Thema am 24. Mai antwortete Plitnick auf diese Frage:

 

„Die Lobby hat nicht diese Macht Politik zu machen, jedoch hat sie die Macht jegliche Änderung in der Politik zu blockieren“.

 

Wenn das nicht klingt, dass sie die Fähigkeit hat die Politik zu beeinflussen, was meint dann genau Plitnick?

 

Der ehemaliger State Department Angehörige, Stephen Green, beschrieb genau die Situation in seinem klassischen Taking Sides: Amerikas geheime Beziehungen zum militanten Israel, als er schrieb: „Israel und Freunde Israels in Amerika haben die US Politik in dieser Gegend in großen Zügen beschlossen. Es wurde den amerikanischen Präsidenten überlassen, diese Politik, mit unterschiedlicher Bereitschaft, durchzuführen und sich mit den taktischen Fragen auseinanderzusetzen“.

 

Tatsächlich ist nur ein Teil von den 5,2 Millionen US Juden darin involviert, ein Drittel bestenfalls aber sie sind hoch organisiert. Politiker beider politischen Parteien, die ihre Opfer waren, sowie auch Historiker, die dieses Thema studierten, bestätigen die Kontrolle die die Lobby über beide Kongresshäuser ausübt und da gibt es solide faktische Beweise wo sie ihnen den Rücken deckt.

 

Das Gesicht und die Stimme der Lobby sind jüdisch, weil die Juden am meisten sympathisieren und leidenschaftlich zu diesem Fall stehen. Aber die Stimmen, die die Lobby aufbringen kann, sind nicht jüdische. Christlich zionistische Gruppen deren Anzahl sich auf 20 Millionen belaufen und die ihre größte Stärke in Gebieten haben wo kaum Juden  oder überhaupt keine Juden sind und die auch eine hohe Wahlteilnahme haben, gibt der Lobby ihre Wahlstärke. Daher sind viele von den radikalsten Gesetzesentwürfen im Kongress von Mitgliedern der Bible Belt Staaten eingebracht worden mit praktisch keine Juden unter ihnen.

 

Lange bevor die christlichen Zionisten  als politische Stärke auftauchten, hat die Lobby, die von AIPAC geleitet ist, bereits die Politik dem Kongress und den Staatsbeamten vom AIPAC Büro aus diktiert, wo die schwerwiegende Gesetzgebung der US-Nahost-Politik festgelegt wurde. Die Wiederherstellungserklärung der libanesischen Hoheit und das syrische Verantwortlichkeitsprotokoll waren unter ihren letzten Verwirklichungen. Während die christlichen Zionisten in Staaten mit geringer jüdischer Bevölkerung Stimmen liefern, stehen deren Senatoren und Parlamentsabgeordnete hoch auf der Liste für Spenden von pro-israelischen jüdischen Gebern und PACs.

 

In der 2004 Spendenperiode allein, waren folgende Senatoren von repräsentativen Staaten ohne starker jüdischer Bevölkerung an 4. 5. 6. 7. und 8. Stelle auf der Liste der pro-israelischen  PAC Spenden: Harry Reid, (D-NV) 66.499 $; Samuel Brownback, (R-KS) 61.350 $; Evan Bayh, (D-IN) 59.000 $; Brad Carson, (D-OK) 58.600 $ und Robert Bennett, (R-UT) 57.250 $.

 

Was die nicht wichtigen  jüdischen Stimmen betrifft,  erzählen Sie das dem Geist von Harry Truman und LBJ unter anderen. Während die jüdische Bevölkerung relativ  schwach ist, ist der Prozentsatz der Juden die wählen nicht und sie tendieren in Schlüsselstaaten zu leben wo ihre Stimmen den Wahlausgang bestimmen können, wie New York, Pennsylvanien, Ohio und Kalifornien.

 

Diese zwei Gruppen können Stimmen und Sympathie mobilisieren. Sie können auch ziemlich viel Geld aufbringen, aber unvergleichlich mit dem was die wichtigsten Körperschaften aufbringen können. Körperschaften, die enorme lobbyistische Netzwerke, und viele Arten von perfekt legalen Spendenleistungen an bevorzugte Kandidaten bringen und die mit dem Verkauf von Militär- und Hih-tech Ausrüstung zu tun haben, verdanken den hohen Profit der ununterbrochenen Feindschaft in dem Gebiet.

 

Der Grund, dass die pro-israelische Lobby so viel mehr Geld den Politikern geben muss als die anderen Lobbies, wie Waffenhersteller, Erdölkonzerne, etc., ist, dass die Unterstützung Israels tatsächlich in keiner Perspektive zu den US Interessen steht und dass die Beiträge notwendig sind um die Mitarbeit der Politiker zu kaufen. Wenn man Plitnick und der JVP Glauben schenken würde, könnte man zur Schlussfolgerung kommen, dass alle schwarzen Kongressmitglieder die sich gegen Israel, wegen seines Waffenverkaufs  an Südafrika, stellten, heimlich die Apartheid unterstützten, und dass jene Kongressmitglieder die gegen die US-Politik in Lateinamerika waren aber zu Israels Rolle in der Aufrüstung einige der mörderischsten Regimes der Welt geschwiegen haben,  sie tatsächlich heimlich unterstützt hätten.

 

Da muss man sich also fragen, warum es immer möglich ist, einen US Präsidenten in den Räumen des Kongresshauses zu kritisieren, aber niemals einen israelischen Ministerpräsidenten?

 

Massive Steuergelder fliessen zu amerikanischen Körperschaften von der Hilfe an viele Länder im Nahen Osten, von der die jährliche Hilfe für Israel nur ein Teil ist. Israel erhält bei weitem die meiste Hilfe, und 75% von der gesamten Hilfe müssen mit amerikanischen Körperschaften ausgegeben werden. Viele Länder des Nahen Ostens geben beträchtliche Summen von der ganzen Unterstützung aus, und darüber hinaus, die sie von den US für amerikanische Waffen und deren militärische Technologie erhielten.

 

Der wichtigste Waffenkäufer im Nahen Osten erhält keine Unterstützung von den US; seine Ankäufe hält die Waffenindustrie am Leben. Was den Waffenverkauf an andere Nahoststaaten betrifft, denkt jemand wirklich ehrlich daran, dass dieser Waffenverkauf nicht stattfinden würde, wenn Israel nicht existierte?

 

Juden in der Vorderfront

 

Genau so wie wir nicht die Sicht über die Tatsache verlieren müssen, dass die jüdische „Schattenkontrolle“ eine alte anti-semitische Falschmeldung ist, so müssen wir auch erkennen, dass die Frage warum die amerikanische Politik diese Form angenommen hat, eine gültige Frage ist. Die Tatsache, dass AIPAC, die ADL, B’nai Brith, die Präsidentenkonferenz und andere jüdische Organisationen hart daran arbeiten, den Politikern und anderen verstehen zu  geben, dass die Juden eine große Summe an Macht haben, kann nicht übersehen werden. Juden? Eine derzeitige politische Macht, ziemlich relativ zu unserer Anzahl, ist leicht in den Schatten von mächtigeren  Sektoren der amerikanischen Gesellschaft gestellt, wie christliche Gruppen und Korporationen.

 

Das ist eine der großen Lügen, weil Gruppen wie JVP und jene die uns glauben lassen, dass die Lobby nichts anderes als eine beifallsrufende Sektion sei, noch immer herum geistert. Sie möchten uns gern glauben lassen, dass sie eher eine Vorstellung von Macht sei  und nicht eine wirkliche politische Macht die der Lobby diese Stärke gibt. Diejenigen die in Washington arbeiten und leben wissen es besser. Dort ist sie so einschüchternd, dass sie einfach nur als „die Lobby“ bekannt ist. Es gibt einen guten Grund  dafür, dass die Hälfte der Kongressmitglieder und die Obmänner beider Parteien im Senat sowie im Parlament sich für ihre jährliche Konferenz interessieren.

 

Juden spenden eine große Menge an Geld für Kampagnen, aber ein überwiegender Teil ist den Demokraten gewidmet und ein großer Anteil kommt von den reichen Juden, die historisch wenig Bindung zu Israel, jedoch eine große Bindung zu den liberal geneigten Idealen der Demokraten gezeigt haben. Jüdische Beiträge gelten nie ausschließlich für Israel, und jetzt noch weniger als in der Vergangenheit.

 

Plitnick liefert für diese letzte Aussage natürlich keine Beweise. Jüdische Spender dominieren nicht nur die größten Spenderlisten  für beide Parteien, die Summen die sie spenden sind entweder gleich oder fast gleichwertig  wie die Spenden von Nicht-Juden.

 

Im Jahr 2002 hat ein israelischer Amerikaner, Haim Saban, 12,3 Millionen $ für die demokratischen Partei gespendet. Alle von der Waffenindustrie  zusammen mit PAC spendeten 14 Millionen $ im gleichen Jahr für beide Parteien. Es gab Schlagzeilen als von Enron berichtet wurde, dass es für die Republikanische Partei  6 Millionen in 10 Jahren gespendet hat, aber die gleiche Sache für Saban’s Spende – zweimal soviel in einem einzigen Jahr – gab nur einige Sätze in der New York Times. Weiters zeigte die Mother Jones 400 - Liste der führenden  individuellen Spender für die 2000-Jahr Wahlen, dass 8 von den zehn führenden Spendern  Juden waren und 13 von den 20 besten, und mindestens 125 von den 250 besten Spendern. Ab diesen Punkt habe ich aufgehört zu zählen. Während diese Spender  offensichtlich noch andere Interessen neben Israel hatten, „denken Mitglieder (des Kongresses), dass es nur eine wichtige Sache für amerikanische Juden gibt -Israel,“ erklärte Sen. Bernard Metzenbaum   vor den 500 Delegierten der National Jewish Community Relations Advisory Council  1991 (Forward, 2/22/91); (Konsultativer Rat der NJC Beziehungen).

 

AIPAC spielte ganz klar eine richtungsgebende Rolle in den ersten Tagen der Niederlage von Paul Findley, dem Abgeordneten von Illinois  und Senator Chuck Percy. Jedenfalls sind Beschwerden über AIPAC’s Einfluss in den darauffolgenden Niederlagen von anderen Kongressmitgliedern, wie Pete McCloskey, Earl Hilliard und Cynthia McKinney, sowie verschiedenen öffentlichen Vertretern wie Adlai Stevenson und George Ball viel verdächtiger. Es ist der Ruf der  politisch eine Rolle spielt und AIPAC hat den sicher.  Aber seine aktuelle Fähigkeit das Schicksal von bestimmten Kandidaten zu beschließen war sehr übertrieben, selbst bei AIPAC’s Unterstützer und Aktivisten.

 

Hier macht Plitnick ganz klar „Schadenskontrolle“  für die Lobby. Schon wieder stützt sich  der Ruf von AIPAC auf seine Fähigkeit auszuführen was es sich vornimmt. Sowie ein nicht genannter Kongressmann zu Morton Kondracke  1989 sagte: “ Es ist nicht aus irgend einer Vorliebe für Israel, dass es keine Diskussion über Hilfe gibt. Gäbe es irgendeine geheime Abstimmung, würde die Hilfe für Israel sofort gestrichen werden. Aber niemand möchte am nächsten Morgen aufwachen und einen Gegner haben der 500.000 $ Kriegsgeld bekommen hat und nun gegen Dich rennt.

 

Die Juden spielen eine Hauptrolle in der amerikanischen Politik. Juden wählen, spenden für Kampagnen und als Gruppe sind sie genau so aktiv wie jeder in der amerikanischen politischen Szene. Aber es ist ein schwerer Fehler, und verwurzelt in der antisemitischen Mythologie, zu glauben, dass Israel mehr im Blickpunkt stehe als viele innerstaatliche Probleme, einfach weil sie Juden für jemanden sind. Weder ist es wahr, dass alle wichtigen jüdischen Spender dieselbe Linie für Israel verfolgen oder sogar Israel als Priorität betrachten. Jedoch die führenden Lobbyisten für Israel sind Juden, eine relativ kleine Anzahl von Juden aktiviert einen Grossteil der Masse, und Juden beschäftigen sich in erster Linie mit den Medien, mit den Politikern und mit öffentlichen Blättern. Das gestattet den Unterstützern der israelischen Politik die Grenzlinie zwischen Kritik an Israel und Antisemitismus zu verwischen.

 

Während  amerikanische Juden als Einzelpersonen andere Sachen haben, die sie unterstützen, hat das organisierte jüdische Establishment nur eine Sache und das ist Israel. Sie können verschiedener Ansicht sein was die israelische Politik betrifft, aber sie sind sich einig in ihrem Wunsch eine starke finanzielle und militärische Unterstützung für Israel von den US beizubehalten.

 

Weiters, was den Kongress betrifft, ist der wichtigste Grund für den Erfolg von AIPAC, dass es dort keine ernste Opposition gibt. Gewählte Beamte sehen keinen politischen Vorteil wenn sie gegen die Wünsche  der vielen Wähler sind, die  eine  unbedingte Unterstützung der israelischen Politik vorziehen und die ihnen Schecks mit ihrem Kommentar schicken. Es ist nicht so, dass sie nicht glauben, andere Wähler würden mit ihnen übereinstimmen, wenn sie gegen die Wünsche der pro-Besatzung Lobby wählen.  Sie sind einfach nicht überzeugt Stimmen und Unterstützung zu gewinnen, wenn ihnen eine Nachricht zukommt, dass wenn sie gegen AIPAC’s Wünsche wählen Stimmen und Unterstützung verlieren.

 

Es gibt eine Opposition, das ist der Rat für Nationale Interessen, von ehemaligen Opfern der Lobby gegründet, wie der Ex-Kongressmann Findley  und McCloskey und ehemalige Staatsdiplomaten, aber seit die Ansicht der JVP „die Linke“ dominiert, vertreten vom sehr ehrenvollen Professor Noam Chomsky und Stephen Zunes, bekommt diese Opposition keine Unterstützung von der progressiven Bewegung und wie vorzusehen ist,  oft und ungerecht als „antisemitisch“ angeklagt und abgestempelt.

 

Aber während Kongresskontrollen den Geldbeutel festziehen, wird aktuelle Politik nicht im Kongress bearbeitet. Außenpolitik ist generell der Zuständigkeitsbereich  der Exekutive. Israel hat  eine „besondere Beziehung“ mit den USA befestigt was enorme Auslandshilfe und nie zuvor dagewesenen diplomatischen Schutz und ein blindes amerikanisches Auge für viele israelische Aktionen ergibt. Das ist in der Politikgestaltung verwurzelt und nicht im Kongress.

 

Es ist eine verbürgte Tatsache, dass jeder Gesetzesentwurf der sich mit der Nahostpolitik beschäftigt im Kongress entsteht und es ist kein Geheimnis dass jede Gesetzesschrift die mit Israel zu tun hat, entweder von einem AIPAC Angehörigen geschrieben  oder von ihm überprüft wird bevor sie überhaupt „ins Komitee“ kommt, an dem ein AIPAC Gesandter regelmäßig anwesend ist.

 

Warum scheint dann Israel soviel zu bekommen, was es von den USA will?

 

Die Wahlergebnisse zeigen regelmäßig die Unterstützung der Amerikaner  für Israel, aber stimmen zu vielen israelischen Aktionen nicht zu und glauben nicht, dass die USA gegenüber Israel so befangen sein sollen wie sie sind.

 

 

Als George Bush der Erste  zu einer Pressekonferenz  lud und dem amerikanischen Volk sagte, dass er versuche 10 Milliarden Garantieanleihen an Israel  1991 zu stoppen und die Öffentlichkeit informierte wie viel jeder Israeli von den amerikanischen Steuerzahlern  bekommt, da zeigte die Abstimmung dass 85% der Bevölkerung  damit einverstanden war und einige Wochen später waren es zwischen 46 und 44% für den Stillstand aller Hilfe an Israel.  Sobald dem amerikanischen Volk die Wahrheit über Israel gesagt wird, sinkt die sogenannte Popularität bei den Amerikanern.  Selbst jetzt ist eine Anzahl von  PR Firmen emsig damit beschäftigt, das sinkende Image von Israel  aufzupolieren

 

Der klare diktatorische Stil der Regierungen in Ägypten, Syrien, Irak unter Saddam und Saudiarabien, um einige zu nennen, kontrastiert für die Amerikaner mit Israels besser entwickelten demokratischen Institutionen. In vielen Aspekten gleicht Israel einem europäischen Land. Und für viele Amerikaner ist ein jüdischen Israel eine vertraute und bequeme Idee. In der Welt nach dem Holocaust hatte Israel für Jahrzehnte Sympathie.

 

Das stimmte, aber der Glanz ist verblichen und immer mehr Amerikaner sehen nun wie Israel  wirklich ist, und zwar eine Nation, die glaubt über dem inernationalen Recht zu stehen und machen kann was es will, wann  es will und wo es will.


KANAAN: 29/08/2006

 
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