Wenn das Geld bestimmt, was heißt es dann, dass Kanada 12 mal mehr für das Verteidigungsministerium ausgibt als für Environment Canada [das Umweltministerium] und 120 mal mehr für die Verteidigung als für die Schadensminderung des Klimawechsels?
Im vergangenen Jahr haben wir 18.8 Milliarden $ [=14, 06 Mrd. €] für Verteidigung ausgegeben, der größte einzelne Posten, mehr als doppelt so viel wie wir für öffentliche Unternehmen, und dreimal so viel wie wir für das Ministerium für Umwelt, Naturressourcen, Fischerei und Meere zusammen aufwenden. Das Verteidigungs-Budget ist unsere am schnellsten wachsende Ausgabe und wird 2027 wohl 30 Mrd. $ [=22, 44 Mrd. €] übersteigen.
Wir folgen dem Beispiel der USA, die seit langem der große Spender für den Offiziersclub ist.
Laut Zentrum für Globalisierungs-Forschung hatte im Jahre 2007 „die US-Flotte 285 Kampf- und Versorgungsschiffe und etwa 4000 einsatzfähige Flugzeuge. Die US-Armee hatte 28 000 gepanzerte Fahrzeuge, 140 000 leichte geländegängige Fahrzeuge, mehr als 4000 Kampf-Helikopter, mehrere hundert Starrflügelflugzeuge und 187 493 Flottenfahrzeuge.“
Alle diese Instrumente der Zerstörung laufen mit Erdöl und geben Treibhausgase ab. Das US-Militär ist in der Tat der größte Verschmutzer in der Welt und verbraucht 6 % der Energie der Welt. Wäre es ein Land, würde es an 38. Stelle des Erdölverbrauchs stehen – d.h. 320 000 Barrels (= 159 l) Erdöl pro Tag – gleich nach den Philippinen mit einer Bevölkerung von 90 Millionen.
Das Militär der gesamten Welt jagt beinahe ein Zehntel aller Kohlendioxidemissonen in die Luft, wird aber gleichwohl von allen internationalen Klimawechsel-Abkommen ausgenommen. Diese Ausnahme war ein schlauer Trick der Bush-Regierung, die dafür in Kyoto die Werbetrommel rührte, aber dennoch nicht diesen verdammten Vertrag unterschrieb.
Kanada hat ebenfalls die Zerstörung dem Schutz vorgezogen. Beinahe das ganze Geld, das wir in Afghanistan ausgeben, geht für den Kampf drauf. Ein winziger Teil für humanitäre Hilfe.
Die Auswirkungen dieser 'Investitionen' sind mehr als tragisch. Lasst uns nur die bleibenden Restposten betrachten, mal abgesehen von den offenbaren direkten menschlichen Opfern.
Seit 1991 hat das US-Militär den Brotkorb der Welt, das eigentliche Eden, in eine Woody Guthrie 'dustbowl'-Ballade verwandelt [Woodys berühmte Ballade vom 'Staubkessel' handelte vom Mittleren Westen der USA, der durch Monokultur in eine Halbwüste verwandelt worden war und hunderttausende Menschen zur Flucht zwang. D.Ü.]. Irak leidet unter massivem Wassermangel und 90 prozentiger Desertifikation (dies ist der wissenschaftliche Begriff – Verwüstung lässt an andere Dinge denken; vielleicht Wüstenbildung). Seine Auenlandschaften sind trocken und sein Grundwasser stark erschöpft, seine Sümpfe sind drainiert worden, und der frühere Getreide-Exporteur muss nun 80% seiner Nahrungsmittel importieren.
Die glücklichen Iraker, die nicht in die Luft gesprengt werden oder zu Tode hungern, leben vielleicht lange genug, um an Krebs zu sterben, der durch abgereichertes Uran verursacht wurde. Ein durchgesickerter Report der britischen Atomenergie-Behörde enthüllt, dass 50 Tonnen an abgereichertem Uran, die im Irak während des ersten Ölkrieges freigesetzt wurden, „bis zu einer halben Million zusätzliche Krebstote über mehrere Jahrzehnte hinweg verursachen“ können.
In den alten Zeiten benutzte das Militär Agent Orange, um die vietnamesischen Wälder zu entlauben und die feindlichen Truppen sichtbar zu machen, die Ernten zu zerstören und die Bauern verhungern zu lassen. Vierzehn Prozent der südvietnamesischen Wälder wurden zerstört.
Vietnamesische Kinder, die lange nach dem Krieg geboren werden, haben Dioxin-Werte, die 300-mal über den erlaubten Werten liegen. Sie haben Geburtsfehler, Haut- und Lungenkrebs und ernste mentale und psychologische Störungen.
Die Schäden finden sich nicht alle an weit entfernten Krisenpunkten. John Hummel, ein Gesundheitsforscher in British Columbia, hat 12 von chemischen oder biologischen Waffen verseuchte Gebiete auf kanadischem Bundesland ausgemacht. Sie umfassen nicht die Verseuchung der Ozeane durch das Militär.
Direkt hier in Halifax erfreut sich ein 42.7 Mrd. $ [=32 mrd. €]schweres Unternehmen, Lockheed Martin, der finanziellen Unterstützung von Staat und Nova Scotias Provinzregierung. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 1.8 Millionen $ [=1,35 Mill. €] von der Provinz an Lohnzuschüssen erhalten, nachdem es 100 neue Jobs versprach. Und das, nachdem es von der Bundesregierung 2 Mrd. $ [=1,5 Mrd. €] für Aufrüstung und Unterhalt der Flottenfregatten im Hafen von Halifax erhalten hatte.
„Für eine Milliarde Dollar hätten wir 6000 Arbeitsplätze bei Environment Canada schaffen können,“ merkt Tamara Lorincz an, Direktorin des Nova Scotia Environment Network (Umweltnetzwerk).
Sie fügt hinzu, dass Nova Scotia die einzige Provinz ist, die einen Minister für Militärische Beziehungen hat und einen Ratgeber für Militärische Angelegenheiten. „Dies spiegelt die lange und stolze Geschichte der Beziehungen zwischen dem Militär und dem Wirtsland Nova Scotia wider.“
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 The Honourable Darrell Dexter
Premier President of the Executive Council Minister of Policy and Priorities Minister of Intergovernmental Affairs Minister of Aboriginal Affairs Minister responsible for Military Relations MLA for Cole Harbour
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