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24/05/2016
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Ozeanische Parlamentsabegordnete klagen das zionistische Regime an


AUTOR:  Kourosh ZIABARI

Übersetzt von  Susanne Schuster


Die beispiellose und aufhetzerische Rhetorik einiger einflussreicher Persönlichkeiten und Parlamentsabgeordneter in verschiedenen Ländern, die auf die Nichtbeachtung -der zionistischen Behörden- einer vom UN-Sicherheitsrat verhängten Resolution über eine Waffenruhe folgte, haben einen Sturm anti-israelischer Bemerkungen und Initiativen von unabhängigen politischen Parteien, NGOs, Studentenvereinigungen und Regierungen auf der ganzen Welt entfacht.

Israel hat Berichten zufolge seit dem Beginn seiner Militärkampagne Mitte Dezember 2008 über 1300 Zivilisten des Gazastreifens getötet; indem es neue Arten von inakzeptablen Kriegsverbrechen in der Region begeht und den ständigen Rufen der internationalen Gemeinschaft nach der sofortigen Einstellung seiner militärischen Aktion gegen schutzlose Zivilisten nicht die geringste Beachtung schenkt, zieht es nur mehr Wut und Hass auf sich.  
 
Allein der Umbruch in den anti-israelischen Äußerungen von Politikern, Journalisten, Universitätsprofessoren, Staatsmännern und -frauen und Bürgern auf der ganzen Welt, sogar in den Städten in den besetzten Gebieten und im Namen der jüdischen Bevölkerung, zeigt das ungeheure Ausmaß der Katastrophe in Gaza auf.  
 
In einem exklusiven Interview mit der Tehran Times verurteilt ein hochrangiger Abgeordneter des neuseeländischen Parlaments die Untätigkeit seiner eigenen Regierung im Hinblick auf die katastrophale Situation in Gaza.  
 
Keith Locke, neuseeländischer Parlamentsabgeordneter und ein Repräsentant der Grünen Partei, kritisierte den Staat Neuseeland und verlangte, dass er sofort und bedingungslos einschreite, um zur Beendigung der andauernden Krise in Gaza beizutragen: "Ich stelle das Versagen der neuseeländischen Regierung, den massiven israelischen Militärangriff auf die Bevölkerung von Gaza scharf zu verurteilen, in Frage." Die Aktionen der israelischen Regierung sind unter internationalem Recht Kriegsverbrechen und können nicht gerechtfertigt werden. 
In seinem exklusiven Interview mit der Tehran Times machte der Abgeordnete, der im neuseeländischen Parlament die Wahlkreis Auckland vertritt, die Wirkungslosigkeit des UN-Sicherheitsrates wegen des US-amerikanischen Vetorechts verantwortlich: "Die Grüne Partei sagt, dass eine echte Lösung für diese Krise leider nicht durch die Vereinten Nationen gefunden werden kann, denn die USA unterstützt Israel und hat ein Vetorecht."  
"Die Grünen sind der Meinung, dass die Haltung der westlichen Mächte zu einem atomfreien Nahen Osten scheinheilig ist, denn sie verhängten Sanktionen über Iran, das keine Atomwaffen entwickelt hat, ignorieren aber Israels Nuklearwaffenarsenal", sagte Keith Locke, während er die pro-israelische Sichtweise in den westlichen Medien scharf kritisierte.  
 
Letzte Woche nahm Locke an einer anti-israelischen Demonstration in Neuseeland teil, wo er an der neuseeländischen Regierung wegen ihrer Inaktivität und passiven Haltung im Hinblick auf das Massaker in Gaza zum ersten Mal scharfe Kritik übte und den Medien sagte: "Es ist offensichtlich ein Kriegsverbrechen, wenn die israelische Regierung Moscheen, Universitäten, Fernsehstationen, Polizeidienststellen, Regierungsgebäude und die Privathäuser von politischen Führern angreift". Locke glaubt, dass die Regierung von Neuseeland "Zeit verschwendet", während die Menschen in Gaza unter Beschuss stehen.  
 
"Neuseeland sollte in Anbetracht der geistlosen Reaktionen aus anderen westlichen Nationen moralische Führungsqualitäten zeigen.. Die Bush-Regierung unterstützt Israels mörderischen Angriff und europäische Nationen beschränken sich darauf, beide Seiten zu einer Waffenruhe aufzurufen," betonte er deutlich, "Indem man solch offenkundigen Staatsterrorismus kommentarlos geschehen lässt, wird Neuseelands Teilnahme am 'Antiterrorkrieg' zum Gespött gemacht.

 Eine australische Stimme

 Ein australischer Parlamentsabgeordnete und Repräsentant des Gesetzgebungsrats von New South Wales reagierte etwas zurückhaltender auf dieses Thema und verurteilte den entsetzlichen Gewalteinsatz und die fordauernde israelische Militäraktion gegen die schutzlose Bevölkerung von Gaza..  
 
In seinem exklusiven Gespräch mit der Tehran Times wiederholte Ian Cohen, es gebe keine Rechtfertigung für die Unfähigkeit der UN, eine Resolution auf Israel zu verhängen, allein durch die augenblickliche Realpolitik werden gewisse Situationen begünstigt, zum Vorteil bestimmter Nationalstaaten. Er nannte das Versagen der UN, einen umfassenden Konsens für die Beendigung des Massakers in Gaza zu erreichen, eine "Tragödie und Anarchie auf internationaler Ebene."


Quelle: Oceanian MPs incriminate Zionist Regime

Originalartikel veröffentlicht am 11.1.2009

Über den Autor

Kourosh Ziabari und Susanne Schuster  sind Mitglieder von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer, der Prüfer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=6964&lg=de


KANAAN: 31/01/2009

 
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