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05/07/2020
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Studie besagt: Der größte Teil der Opfer von Al Qaida sind Muslime


AUTOR:  Kevin WHITELAW

Übersetzt von  Hergen Matussik


Die Führer von Al Qaida behaupten oft, daß die Anschläge der Organisation nicht auf Muslime zielten, aber einer neuen Studie (http://ctc.usma.edu/Deadly Vanguards_Complete_L.pdf) zufolge sind die Opfer der Anschläge der Terrorgruppe in ihrer überwältigenden Mehrheit nicht aus dem Westen.

Dem Bericht des Zentrums zur Bekämpfung des Terrorismus an der US-amerikanischen Westpoint Academy (http://www.ctc.usma.edu/) zufolge waren nur 15 Prozent der 3.010 Menschen, die zwischen 2004 und 2008 bei insgesamt 313 der Gruppe Al Qaida zugeordneten Anschlägen ums Leben kamen, Bürger westlicher Staaten.

Die Zahlen für die letzten Jahre sind sogar noch deutlicher: In den Jahren 2006 bis 2008 stammten nur zwei Prozent der Opfer aus dem Westen. Die übrigen 98 Prozent waren Einwohner von Ländern mit muslimischer Mehrheit.

Der Bericht zielt darauf ab, Muslime in aller Welt davon zu überzeugen, daß die Gewalt von Al Qaida keine Unterschiede macht. Die Autoren der Studie verwandten ausschließlich Berichte aus der arabischen Presse, um die Daten zu den Opferzahlen zu erheben.

„Dies ermöglichte es den Forschern, Vorwürfe zu vermeiden, die Ergebnisse seien aufgrund der Verwendung westlicher Presseberichte oder von Studien aus den USA verfälscht“, erklärt der Bericht.

Zumindestens einige arabische Veröffentlichungen sind bereits auf die Untersuchung aufmerksam geworden. Die kuweitische Zeitung al-Jarida druckte die Ergebnisse der Studie (http://www.aljarida.com/aljarida/pdfviewer/Pdf.aspx?date=06-12-2009&type=aljarida&number=8) mit dem Aufmacher: „Das Land des Islam wird vom Feuer des Al-Qaida Terrors verbrannt. 98 Prozent der Opfer Muslime, 2 Prozent sind Fremde.“

Amerikanische Geheimdienste glauben, daß Al Qaida weiterhin aktiv Anschläge in westlichen Ländern plant, aber daß die Organisation dabei auf größere Schwierigkeiten stößt als in früheren Jahren.

In den Jahren 2004 und 2005 gelang es Al-Qaida, Anschläge in London und Madrid zu verüben, bei denen eine Anzahl von westlichen Bürgern getötet wurden. Aber in den letzten Zeit hatte die Organisation offenbar Schwierigkeiten, außerhalb von Ländern mit muslimischer Mehrheit zuzuschlagen.

Im Jahr 2006 gab es bei den Anschlägen der Gruppe keine westlichen Opfer, und von den insgesamt 12 Opfern des Jahres 2007 kam die Hälfte bei den Anschlägen auf ein Hotel der Kette Marriott in Islamabad, Pakistan ums Leben.

„Al Qaida bestätigt, daß Attentäter geduldig sein und auf den rechten Zeitpunkt für ihre Anschläge warten sollten (etwa in Märtyrer-Videos und Verlautbarungen), aber dieser Bericht zeigt, daß es kaum Hinweise gibt, daß mit Umsicht gehandelt oder die Gewalt eingeschränkt werden solle“, so der Schluß des Berichtes. „Wenn die bisherigen Erfahrungen Schlüsse auf künftige Ereignisse zulassen wird Al-Qaida ungeachtet der von der gruppe angeführten Rechtfertigungen, die größte Bedrohung für ihre muslimischen Glaubensbrüder darstellen.“


Al-Qaida Kebab, The Korea Times


Quelle: Al-Qaida Victims Are Overwhelmingly Muslim: Study

Originalartikel veröffentlicht am 9.12.2009

Über den Autor

Hergen Matussik ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem internationalen Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer, der Prüfer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9668&lg=de


UMMA: 02/01/2010

 
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