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06/12/2019
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Saeb Erekat: Die letzte Serie von Siedlergewalt gegen Palästinenser wiederspiegelt die israelische Politik


AUTOR:   Ma’an News Agency

Übersetzt von  Ellen Rohlfs


Bethlehem, Maan News Agency- Der Chefunterhändler der PLO Dr. Erekat verurteilte die  andauernden Siedlerangriffe gegen die Palästinenser, was er einer Kultur der Gewalt, des Hasses und des Extremismus zuschreibt, da die israelische Regierung mit ihrer Ankündigung, weiter Siedlungen zu bauen, sie dazu ermuntert.

Seine Bemerkungen folgen der letzten Serie von Siedlerangriffen  gegen die Palästinenser:  Das Ausreißen von 250 jungen Olivenbäumen gestern durch Siedler von Givat Hayivel. Die Bäumchen waren  von den Bauern des Dorfes Qaryut erst am Tag des Bodens (30.März)  neu gepflanzt worden.

Am Montag gab es einen Angriff auf den Gebäudekomplex  der palästinensischen Arbeiterunion in Ain Sinyia, nördlich von Ramallah, wo die Siedler die Wassertanks und den Besitz rund herum zerstörten. Letzte Woche gab es einen Angriff auf das palästinensische Dorf Huwara, wo die Siedler  eine Moschee  mutwillig beschädigten und  die Wände mit rassistischen Slogans beschmierten, zwei Autos anzündeten und mehr als 300 Olivenbäume des Dorfes zerstörten.

Siedlergewalt und  die absichtliche Zerstörung palästinensischen Eigentums ist nur die Wiederholung dessen, was in einem größeren Ausmaß von Israel getan wird, da es mit dem Siedlungsbau weiter in die Westbank, einschließlich Ost-Jerusalem hineinstößt. Sie machen die Gewalt deutlich, die Israels Politik  des illegalen Siedlungsbaus untermauert und den Preis, den die Palästinenser zahlen müssen“, sagt Dr. Erekat.

„Die Siedler sind die Nutznießer dieser Staatspolitik, die meint, es sei ok , das Land eines andern Volkes zu besetzen und zu stehlen, ihre Häuser zu zerstören, ihr Wasser zu stehlen, ein getrenntes Straßensystem zu bauen und ganze Städte hinter der Mauer eines Apartheidsystems zu bauen, das Siedlungen fördert, den Palästinensern aber ihre Grundrechte und die Freiheit nimmt.

Die Folge davon ist eine Kultur der Gewalt, des Hasses und des Extremismus, in der israelische Siedler - oft von israelischen Soldaten begleitet - in der Westbank  randalieren, angetrieben von einer Ideologie, die solche Akte glorifiziert, da sie der Sache von Großisrael dient.

Statt die Israelis auf Frieden vorzubereiten, ermutigt die augenblickliche Regierung die Extremisten, nach Lust und Laune (die Palästinenser) einzuschüchtern und  (deren Besitz) zu zerstören und dies alles mit der absurden Vorstellung, dass sie  ein göttliches Recht hätten, zu stehlen, zu verwüsten und ein anderes Volk zu verfolgen. Außer dem enormen Schaden, den die Siedler anrichten, ist es auch ein Beispiel für  reine israelische Hetze.

Dr Erekat  sagte, dass sogar Mitglieder des israelischen Militärs die Siedlergewalt anerkennen, die bewusst zu Krawallen  anstachelt, um Palästinenser zu provozieren. Dr. Erekat nahm dabei Bezug auf   israelische Medienberichte von heute.

Israels Verweigerung, den Siedlungsbau einzufrieren, macht jede Hoffnung auf eine Zwei-Staatenlösung  zunichte, während die Siedlergewalt die Spannungen in den besetzten Gebieten eskalieren lässt.

Die Siedlungen sind das größte Hindernis für Frieden und die größte Bedrohung für eine Zweistaatenlösung. Jeder in der internationalen Gemeinschaft erkennt dies an. Sie – die Siedlungen sind wie ein schwarzes Loch, in dem die Hoffnung auf Frieden schnell verschwindet. Die Palästinenser wünschen Frieden und Freiheit – die israelische Regierung wünscht  Siedlungen und Apartheid. Während die Palästinenser einen Staat bauen,  haben die Siedler nur die Absicht, alles zu zerstören, was ihnen in den Weg kommt.

„Das ist die  Gleichung, der wir heute grundsätzlich gegenüberstehen und die  Herausforderung, der die internationale Gemeinschaft gegenübersteht“, sagt Dr. Erekat abschließend.


Quelle:  Erekat: Settler violence reflects Israeli policy

Originalartikel veröffentlicht am 22.4.2010

Über den Autor

Ellen Rohlfs ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem internationalen Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, die Übersetzerin als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=10426&lg=de


KANAAN: 29/04/2010

 
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