
Wenn es jemanden gibt, der kein Recht hat zu verlangen, daß ein Teilnehmer an einer lateinamerikanischen Konferenz den Mund hält, dann ist es der König von Spanien, der das einzige dort anwesende Staatsoberhaupt ist, das nicht von den Bürgern seines Landes ins Amt gewählt wurde.
Wenn jemand mit seinen Bemerkungen bei einer lateinamerikanische Konferenz Recht hat, dann sind es diejenigen, die den Faschisten Aznar anklagen und die imperialistische Gier der spanischen Firmen in Spanienbeim Namen nennen.
Im Hinblick auf Aznar reicht es, sich an seine Komplizenschaft mit Bush und an seine Vergnügungsreisen per Flugzeug zu dem Terroristen in Miami zu erinnern, der empörende Terrorakte in Kuba organisiert und ihn in seiner Wahlkampf unterstützt hat.
Als Einwand gegen König Juan Carlos genügt es ihn zu fragen, warum er niemals den König von Marokko gebeten hat den Mund zu halten, wenn dieser seine Natur als Diktator offenbarte.
Was die spanischen transnationalen Gesellschaften betrifft, wäre es nur nötig sie daran zu erinnern, daß sie ihren Geschäften in Lateinamerika einzig aufgrund der Komplizenschaft der Regierungen nachgehen können, die die Unternehmen privatisierten, die sie zu Spottpreisen und mit mit den dazugehörigen, künstlich überteuerten Märkten kauften.
Gegen Zapateros Haltung können wir einwenden, daß er es offensichtlich vorzieht, seinen Frieden mit Bush zu machen, anstatt die neue und authentische Geschlossenheit Südamerkas zu unterstützen.
Wer hat dem frankistischen Bourbonen gesagt, er habe das Recht zu versuchen, einem lateinamerikanischen Präsidenten das Wort zu nehmen, der von seinen Wählern viele Male im Amt bestätigt wurde? Warum reitet sich Zapatero selbst in die Scheiße, indem er den faschisten Aznar verteidigt, anstatt mit dem neuen lateinamerikanischen Widerstand zusammenzuarbeiten.
In den Archiven der Zeitungen läßt sich nachlesen, daß die Regierung Aznar und die CEOE (Confederación Española de Organizaciones Empresariales) Komplizen der Vereinigten Staaten bei dem versuchten Staatsstreich gegen Chavez waren. Außerdem läßt sich nachweisen, daß alle großen Nachrichtenmedien jenem Staatsstreich applaudierten, und zerknirscht widerrufen mußten, als Recht und Ordnung wiederhergestellt waren.
Verlangte der König von Spanien von den Teilnehmern am Staatstreich gegen Chavez, den Mund zu halten? Warum hältst Du nicht den Mund, Juan Carlos?
F Video vom Zwischenfall in Santiago de Chile zwischen König Juan Carlos und Hugo Chávez : "Warum hälst Du nicht die Klappe?", sagte der Bourbone dem Präsidenten.

Die Entbindung Frankos, Zeichnung von J. MiKi Maus
Quelle: http://larepublica.es/spip.php?article7792
Originalartikel veröffentlicht am 11. November 2007
Über den Autor
Hergen Matussik ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer, der Prüfer als auch die Quelle genannt werden.
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