HOME TLAXCALA
das Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt
TLAXCALAS MANIFEST  WER SIND WIR ?  FREUNDE VON TLAXCALA  SUCHEN 

KAMPAGNEN
SÜDLICH DER GRENZE (Lateinamerika und Karibik)
IMPERIUM (Globale Fragen)
KANAAN (Palästina, Israel)
UMMA (arabische Welt, Islam)
IM BAUCH DES WALFISCHES (Aktivismus in den imperialistischen Metropolen)
FRIEDEN UND KRIEG (USA, EU, NATO)
MUTTER AFRIKA (afrikanischer Kontinent, indischer Ozean)

TAIFUNZONE (Asien, Pacifik)
KALVELLIDO MIT K (Tagebuch eines Prolos)
RAUCHENDE GEHIRNE (Kultur, Kommunikation)
DIE NICHT EINZUORDNENDEN 
DIE TLAXCALTEKISCHEN CHRONIKEN 
DIE TLAXCALA KARTEI (Glossare, Lexika, Karten)
BIBLIOTHEK DER AUTOREN 
GALERIE 
TLAXCALAS ARCHIV 

06/09/2010
EspaÑol Français English Deutsch Português Italiano Català
عربي Svenska فارسی Ελληνικά русски TAMAZIGHT OTHER LANGUAGES
 

Die Mauer in Palästina muss abgerissen werden!


AUTOR:  Gunnar OLOFSSON

Übersetzt von  Einar Schlereth


Vor 20 Jahren, am 9. November 1989, fiel endlich die Berlinmauer. Ein Volk, das seit Jahrzehnten geteilt und gespalten war, konnte schließlich wiedervereint werden und anfangen, an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten.

Aber jetzt werden neue Mauern und Zäune gebaut. In der West-Sahara, an der Südgrenze der EU und zwischen den USA und Mexiko. In Palästina baut Israel eine Mauer, die, wenn sie fertig ist, doppelt so hoch und dreimal so lang sein wird wie die Berlinmauer. Die Mauer, die beinahe vollständig auf besetztem Gebiet gebaut wird, teilt palästinensische Dörfer und Gemeinden, trennt Bauern von ihrem Land und Kinder von ihren Schulen. Sie kann nur durch schmale Pforten passiert werden, die nur kurze Zeit täglich geöffnet sind, und die von schwer bewaffneten israelischen Soldaten bewacht werden, die willkürlich entscheiden, wer gerade an diesem Tag passieren darf und wer umkehren muß.


Carlos Latuff

Es ist unmöglich, auf diese Weise ein normales tägliches Leben zu führen, mit geordneter Arbeit und regelmäßigem Schulgang. Die Palästinenser verwenden jeden Tag viele Stunden darauf, zu ihren verschiedenen Beschäftigungen zu gelangen. Für manche Palästinenser fängt ein normaler Arbeitstag daher lange vor dem Morgengrauen an und endet gegen Mitternacht, alles, um eine Strecke zu überwinden, für die  man normalerweise höchstens eine Stunde braucht. Wer kann glauben, daß eine solche Situation zu Frieden und Verständigung führt?

Die Apartheidmauer in Palästina ist eine Schande, mindestens ebenso groß wie jemals die Berlinmauer, und es ist peinlich für den schwedischen Vorsitz im EU-Parlament, daß man bisher, wo das Mandat seinem Ende entgegengeht, in keinster Weise auf den Mauerbau Einfluß nehmen konnte und nicht einmal einen konstruktiven Vorschlag zu einer Lösung des Konfliktes zustandegebracht hat. Die Besatzung des palästinensischen Landes geht weiter. Der Ausbau der illegalen Siedlungen geht weiter. Und die Blockade und das Aushungern von Gaza geht weiter. Nicht viel also, worauf der schwedische Vorsitz stolz sein kann. Aber die Mauer muß abgerissen werden! Mit oder ohne die Unterstützung der schwedischen Regierung. Alles andere ist unmöglich.


Quelle: Muren i Palestina måste rivas!

Originalartikel veröffentlicht am 4.11.2009

Über den Autor

Einar Schlereth ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt, mit dem Gunnar Olofsson als Autor assoziiert ist . Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer, der Prüfer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9228&lg=de


KANAAN: 10/11/2009

 
 SEITE DRUCKEN SEITE DRUCKEN 

 SEITE SENDEN SEITE SENDEN

 
ZURÜCK ZURÜCK  

 tlaxcala@tlaxcala.es

  4:54