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22/04/2019
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Die Weicheier vom britischen Außenministerium ergeben sich den Verbrechern


AUTOR:  Stuart LITTLEWOOD

Traducido por  Einar Schlereth


Die britische Öffentlichkeit muß sich wundern, was mit dem Rückgrat der Nation geschehen ist – und seinem moralischen Kompaß – wenn sie Nachrichten wie die folgenden sehen:

“Der britische Außenminister David Miliband hat sich gestern bei MK (Knessetmitglied) Tzipi Livni  und Außenminister Avigdor Lieberman entschuldigt wegen des Haftbefehls, der zuvor in dieser Woche gegen Livni erlassen wurde. Er versprach Lieberman auch, daß er sofort anfangen würde, die Gesetze Großbritanniens zu ändern, die Haftbefehle gegen wegen Kriegsverbrechen angeklagte israelische Beamte ermöglichen.”

Was glaubt eigentlich der Außenminister, wer er ist, daß er sich in unserem Namen für eine Maßnahme der britischen Gerichtsbarkeit entschuldigt, insbesondere wenn der Haftbefehl erlassen wurde auf Grund wohl fundierter Anklagen wegen Kriegsverbrechen?


Livni behauptet, das sei nicht persönlich gemeint. “Es geht um den ganzen Staat Israel und unsere Fähigkeit, gegen gemeinsame Bedrohungen zusammenzuarbeiten.”

Welche gemeinsamen Bedrohungen? Wir haben nichts gemeinsam. Die gegen Israel gerichteten Bedrohungen, sind durch seine rassistische Expansion, den Landdiebstahl, die allgemeine Rechtslosigkeit und seine haßerfüllte Haltung gegenüber seinen Nachbarn verursacht und von der tödlichen Bedrohung, die Israel selbst für andere in der Region darstellt. Unsere Regierung setzt uns Gefahren aus, indem sie sich derart eng mit diesem Regime verbindet und ständig dessen Position ergreift.

Was den ex-Nachtclub-Türsteher Lieberman angeht, ein geistesgestörter Schreihals, der in einer illegalen jüdischen Siedlung in dem palästinensischen Westjordanland lebt und sich in extremistischen Ausdrücken ergeht, seit wann verdient der eine britische Entschuldigung?

“Miliband nannte den Haftbefehl unerträglich und sagte, er habe mit Premierminister Gordon Brown und dem Justizminister Jack Straw gesprochen, um eine dringende Lösung zu finden. Prosor [der israelische Botschafter in London] hat den britischen Außenminister verurteilte den britischen Außenminister indem er sagte, es wäre an der Zeit, daß die britische Regierung handle.”

Prosor “verurteilte” einen Minister der Krone …...... verlangte die Änderung unserer Gesetze? Eure eigenen Gesetze bedürfen dringender der Änderung als unsere, Prosor.

“Das Büro des  Premierministers Benjamin Netanyahu gab auch ein Statement ab: “Wir werden nicht mit einer Situation einverstanden sein, in der [der ehemalige Premier] Ehud Olmert, [der Verteidigungsminister] Ehud Barak und [der Oppositionsführer und ehemalige Außenminister] Tzipi Livni vor Gericht gestellt werden. Wir verwerfen strengstens die Absurdität, die in Britannien vor sich geht.”

Zieh erst einmal deine Panzer vom palästinensischen Rasen ab und deine Landbesetzer von palästinensischem Land, Netanyahu, bevor du irgendjemanden anderen kritisierst.

Die israelische Arroganz ist atemraubend. Livni würde mit Freuden die Verbrechen in Gaza vom vergangenen Dezember-Januar wiederholen. Ihr Büro hat eine Erklärung herausgegeben, in der es hieß, sie sei stolz auf die Operation Cast Lead [gegossenes Blei]. Und in einer Rede bei einer Konferenz in Tel Aviv im Institut für Sicherheitsstudien sagte sie: “Ich würde heute dieselben Entscheidungen treffen.”

Lasst das Gesetz über Haftbefehle in Frieden

Milibands Speichelleckerei, insbesondere gegenüber Livni und Lieberman, reicht aus, um jeden echten Bürger des Vereinigten Königreichs vor Scham vergehen zu lassen. Nur wenige von uns, ganz gewiss, würden solche Leute mit der Feuerzange anfassen.

Dieses Aufgeben von Prinzipien und das Hinabsteigen in den Abgrund wird in einer Erklärung des Außenministeriums erläutert: “Das UK ist entschlossen, ein strategischer Partner Israels zu sein.”

Warum? Ich wollte schon immer wissen, wie das unseren wirklichen Interessen dienen könnte.

Das Gesetz über Haftbefehle sollte, selbstverständlich, unangetastet bleiben. Es ist alles ganz einfach. Wenn Israel sich auf zivilisierte Weise benehmen würde, gäbe es keinen Grund für sie.

Der diplomatische Krawall hilft uns, deutlich den Wahnsinn einzusehen, das Auswärtige Amt mit Israel-Liebhaber vollzustopfen. Da ist Miliband, natürlich, wegen seiner ethnischen Bindungen. Er stimmte begeistert für den Irak-Krieg und gegen eine Untersuchung.

Dann haben wir da unser Minister für den Nahen Osten, Ivan Lewis. Er ist ein früherer Vize-Präsident in Labours Friends of Israel (Freunde Israels in der Labour Partei). Auch er stimmte für den Irak-Krieg und gegen jedwede Untersuchung.  Im Januar, mit dem erstickenden Gestank von Israels Blitzkrieg in Gaza in der Nase der Welt, sprach Lewis vor einer Versammlung in Manchester: “Diese Gemeinde steht Schulter an Schulter mit dem Volk von Israel in guten und schlechten Zeiten. Wir wenden bei Israel keine doppelten Maßstäbe an ...”

Das Elend ist nur, daß er überhaupt keine Maßstäbe anwendet.

Im Juli, mit dem Blut von 1400 toten Gaza-Bewohnern (darunter 320 Kinder und 109 Frauen) an ihren Händen der zionistischen Teufel und weiteren tausenden von Verwundeten, erklärte der gefühllose Lewis vor dem Unterhaus: “Israel ist ein enger Alliierter des UK, und wir haben regelmäßig einen warmen und produktiven Austausch miteinander auf allen Ebenen.”

Lewis ist auch die wichtigste Führungskraft in der Manchester Jewish Federation [Jüdische Vereinigung von Manchester] und ein Treuhänder des Holocaust Educational Trust (Erziehungsfonds). Er ist zusammen mit Miliband das Gesicht der britischen Diplomatie im explosiven Nahen Osten.

Und zu diesem Team wurde gerade auch noch Matthew Gould, Milibands Chefprivatsekretär, zu Britanniens erstem jüdischem Botschafter in Israel ernannt, mit Effekt ab nächstem Jahr. Gould sagte zu Haaretz [wichtige israelische Zeitung], daß er und seine Frau einen jüdischen Haushalt führen und ihre Kinder in der jüdischen Tradition erziehen werden. “Die Tatsache, daß ich Jude bin, bedeutet, daß ich mit besonderen Einsichten und Sympathie und Verständnis kommen werde, weil die Geschichte meiner Familie in gewisser Hinsicht die Geschichte des Volkes des Staates von Israel ist. Aber grundsätzlich komme ich als britischer Botschafter, um die britische Politik zu vertreten und die britischen Interessen zu befördern.”

Das ist schwer zu glauben, und mancher wird auf einen hoffnungslosen Interessenkonflikt  deuten, nicht nur bei Gould sondern auch bei Miliband, Evans und anderen, die eine Affinität mit der abstoßenden “Story” Israels empfinden.

Und über allem präsidiert unser katastrophen-anfälliger Premierminister Gordon Brown, ein Zionisten-Sympathisant und Schirmherr des Jewish National Funds (Jüdischer Nationalfond), der eine Organisation ist, extra eingerichtet, um die Konfiszierung und Entwicklung illegal besetzten palästinensischen Landes zu erleichtern.

Um zu illustrieren, wie weit Britannien gehen wird, um Israels “kriminelle Tendenzen” abzuwiegeln, hat der Jewish Chronicle vor ein paar Tagen berichtet, wie das Auswärtige Amt eine Initiative des Ministeriums für Gemeinden und lokale Selbstverwaltung abgeblockt, um die moslemische Gemeinde zu beruhigen, daß die britische Regierung nicht die Aktionen Israels in Gaza gutheiße. Beamte des Außenministeriums meinten, daß dies die Vorurteile der moslemischen Gemeinde gegenüber Israel begünstigen würde, besonders nachdem bekannt wurde, daß einige moslemische Führer im ganzen Land wollten, daß die Regierung das Recht der Hamas auf Widerstand anerkenne. Ach du meine Güte, nein. Wo doch jedermann weiß, daß nur Israel ein Recht auf Selbstverteidigung hat. Und Britannien begünstigt nur Israel.

Der britisch-jüdische Parlamentsabgeordnete Sir Gerald Kaufman hat jüngst einen Eimer kalten Wassers über diese obszöne anglo-jüdische Selbstbeweihräucherung gegossen, indem er die israelische Regierung als eine Bande von Verbrechern bezeichnete. Dies sind die unerwünschten Elemente, denen Miliband mit einer Änderung der Gesetze entgegenkommen möchte. Nun, ich zweifle, ob die britische Öffentlichkeit die Idee willkommen heißt, daß solch bösartige Leute, die nichts dabei finden, wenn Frauen und Kinder mit weißem Phosphor bis auf die Knochen verbrannt werden, in unserer Hauptstadt kommen und gehen wie sie wollen.

Diese selben Verbrecher wollen nicht einmal tausenden palästinensischen Studenten wie Berlanty Azzam die Freiheit zugestehen, innerhalb ihres eigenen Landes zu reisen, um die Universität zu besuchen und ihren Abschluss zu machen.

Herr Miliband, ihre grausamen Freunde sind bei uns nicht willkommen.

 


Quelle: sabbah.biz-Britain's Foreign Office wimps surrender to the thugs

Originalartikel veröffentlicht am 17.12.2009

Über den Autor

Einar Schlereth  ist ein Mitglied von Tlaxcala, dem internationalen  Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, daß der Text nicht verändert wird und daß sowohl der Autor, der Übersetzer als auch die Quelle genannt werden.

URL dieses Artikels auf Tlaxcala:
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=9594&lg=de


TIERRA DE CANAÁN: 23/12/2009

 
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