
Die Unterzeichneten FORDERN die sofortige Freilassung von Dr. Miguel Ángel Beltrán Villegas, dem kolumbianischen Soziologen und Historiker, der im Mai 2009 in Mexiko durch die Regierung Felipe Calderón verhaftet und illegal nach Kolumbien deportiert wurde. Gleichzeitig mit unserer Unterstützung wenden wir uns auch in aller Schärfe gegen die Verfolgung jener, die das Unrecht in Lateinamerika anklagen und dagegen kämpfen.
Miguel Àngel ist gegenwärtig im Hochsicherheitstrakt von Bogotás Cárcel Modelo, einem „Modellgefängnis“ inhaftiert. Seine Verhaftung erinnert uns daran, dass die repressive Zusammenarbeit im Geist der „Operation Condor“ sich durch ganz Lateinamerika zieht, und dass wir unter keinen Umständen zulassen dürfen, dass sich der US Imperialismus mit seiner Entschlossenheit, zu erobern und seinem Herrschaftsanspruch weiter ausbreitet.
Die Verhaftung Miguel Ángels ist ein klarer Beweis für die Kriminalisierung des Protests und des sozialen Kampfes durch die Regierung der Vereinigten Staaten und ihre Vasallen vor Ort, die nicht zögern, staatlichen Terrorismus zu verüben, um die Erfolge der gesellschaftlichen Bewegungen auf dem Kontinent aufzuhalten.
Miguel Ángel Beltrán wird wegen der Anklage gefangengehalten, ein „Terrorist“ zu sein, während der Terrorismus des kolumbianischen Staates all jene, „die gegen das Regime“ sind, tötet, entführt, foltert und inhaftiert und so Erinnerungen an jene Zeiten wachruft, als lateinamerikanische Diktaturen jene, die Teil des sozialen Kampfes waren, einfach verschwinden ließen.
Wie schon beim Staatstreich in Honduras ist das Weiße Haus gegenwärtig dabei, seine Militärbasen mit Hilfe seines Hauptverbündeten zu plazieren. Der Marionettenstaat Kolumbien unter Álvaro Uribe Vélez ist jetzt das Sprungbrett, von dem aus das übrige Lateinamerika bedroht wird. Die Forderung nach Freilassung von Miguel Ángel stellt zugleich eine Zurückweisung der imperialistischen Einmischung in der Region dar.
Von seiner Zelle im Hochsicherheitstrakt aus hat Miguel Ángel erklärt, dass die Mauern, die gegenwärtig seinen „Körper gefangenhalten“ nicht seine „Gedanken gefangen halten“, und seinen Glauben zum Ausdruck gebracht, daß wir in diesem Kampf bis zu Ende führen sollten, damit die “Gedanken in diesem Land frei verkehren können, ohne von jenen Narren verfolgt zu werden, die die Zeiten der Inquisition zurückbringen möchten, indem sie alle, die Ideen und abweichende Meinungen äußern, zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilen.“
Wir machen uns seine Worte zu eigen.